
Ein WG-Umzug ist organisatorisch anspruchsvoll: Mehrere Mitbewohner, mehrere neue Adressen, geteilte Möbel und oft knappe Zeit. Hier finden Sie eine durchdachte Anleitung, wie der WG-Umzug fair, schnell und ohne Krach abläuft.
3 Wochen vor Umzug: Planungs-Meeting
Alle Mitbewohner an einen Tisch — gemeinsam klären:
- Wer übernimmt welche gemeinsamen Möbel (Sofa, TV, Geschirr)?
- Verkaufen oder Spenden, was niemand will?
- Wie werden Restbeträge der WG-Kasse aufgeteilt?
- Endreinigung selbst oder durch Profi?
- Kaution: Zurückerstattung mit Vermieter klären.
Inventarliste der gemeinsamen Sachen
Erstellen Sie zusammen eine Excel-Tabelle mit allen WG-Gegenständen — wer wann gekauft hat, aktueller Wert, wer mitnimmt. Vermeidet 80 % der späteren Streits.
Endreinigung der WG-Wohnung
Eine WG-Wohnung wird oft strenger geprüft als Einzelwohnungen. Empfehlungen:
- Profi-Endreinigung mit Abnahmegarantie: CHF 700-1'500 — geteilt durch Anzahl Mitbewohner.
- Selbstreinigung: 1-2 Tage Aufwand, alle Mitbewohner verpflichtet.
- Wohnungsabnahme: Termin gemeinsam mit Vermieter.
Mehrere Umzugsziele koordinieren
Bei WG-Auflösung mit verschiedenen Zielen:
- Zwei Umzüge am gleichen Tag: Möglich, wenn nahe Ziele. Kostenfaktor: 1,5x Standardpreis.
- Stufenweise Umzüge: Eine Person nach der anderen — kleinere Lkw möglich.
- Möbel-Tausch zwischen Mitbewohnern: Direkter Transport spart Lagerung.
Kaution gerecht aufteilen
Die Mietkaution wurde meist von einer Person oder allen anteilig hinterlegt. Bei Rückzahlung:
- Nach Einzahlung-Verhältnis: Gerecht, aber benötigt Buchhaltung.
- Pro Kopf: Einfach, aber unfair wenn ungleich eingezahlt.
- Abzug für Schäden: Verursacher zahlt Anteil, der von Vermieter abgezogen wurde.
Empfehlung: Bei Einzug Vereinbarung schriftlich festhalten.
WG-Liste „Wer bekommt was?"
Verteilungsschlüssel für gemeinsam gekaufte Sachen:
- Sofa, TV, Geschirrspüler: Versteigerung in der WG (höchster Bieter zahlt anderen aus).
- Geschirr, Besteck: Aufteilen oder Mitnahme + Auszahlung.
- Verbrauchsmaterial (Reinigung, WC-Papier): bleibt in der Wohnung oder verschenkt.
- Kühlschrank-Inhalt: Auf Mitbewohner verteilen am Abreisetag.
Logistik am Umzugstag
- Zeitfenster für jeden Mitbewohner: 2-3 Stunden Slot, gestaffelt.
- Reihenfolge: Wer zuerst auszieht, dann Reinigung, dann Übergabe.
- Schlüssel-Sammlung: Eine Person koordiniert Schlüssel-Übergabe.
- Müll/Sperrmüll: Vor Umzug entsorgen — nicht „auf der Strasse stehen lassen".
Internet, Strom und Verträge
- Strom-Vertrag: Ab welchem Tag läuft er auf den nächsten Mieter über?
- Internet: Hauptmieter kündigt, Mitbewohner zahlen anteilig bis zum Kündigungsdatum.
- Streaming-Abos: Wer übernimmt? Auflösung der Familien-Konten.
- Versicherungen: Hausrat auflösen oder umziehen.
Nachreichungs-Probleme
Nach WG-Auflösung kommen oft Nachrechnungen (Strom, Internet, Müllgebühren). Vereinbaren Sie:
- Eine Person als Kontaktperson für Nachrechnungen.
- Reserve in der WG-Kasse für 3-6 Monate.
- Schriftlich, wer welche Anteile schuldig bleibt.
Wann lohnt sich die Profi-Firma?
Bei 3+ Mitbewohnern oder mehreren Umzugszielen lohnt sich die Profi-Firma fast immer:
- Spart Zeit (4-6 Stunden statt einen ganzen Tag).
- Vermeidet Streit über „Wer hilft wem zuerst".
- Versicherung schützt vor WG-internem Schaden-Streit.
- Pro-Kopf-Kosten oft unter CHF 200.
Goldene Regel: Alles schriftlich, alles transparent, alles fair. Ein guter WG-Umzug ist die Grundlage für gute Freundschaften danach. WG-Fixpreis anfragen →
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